AMALGAM IN ALLER MUNDE

Viele unserer Patienten, die eine Füllung im Vorbacken- und Backenzahnbereich benötigen, möchten keine Amalgamfüllung.
Die Einen stören sich an dem erst silberfarbenen, später grau-schwarzen Aussehen, die Anderen daran, dass Amalgam Quecksilber enthält. Die Abneigung und der schlechte Ruf in Deutschland sind zwar unbegründet, aber hartnäckig. Dabei ist Amalgam weltweit noch immer der Füllungswerkstoff Nr.1 - und das in der Zahnmedizin meist - und bestuntersuchte Material.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat es als unbedenklich klassifiziert. Es gibt bisher keinen gesicherten Nachweis, dass Amalgam gesundheitsschädlich ist.
Heute ist es ein Umweltschutz-Thema: Der Verbrauch von Quecksilber in allen Bereichen soll deutlich reduziert werden.
Amalgam hat nach wie vor als Füllungswerkstoff in der zahnmedizinischen Versorgung den Vorteil, dass es leicht zu verarbeiten ist und wichtige gute bis sehr gute Materialeigenschaften z.B. hinsichtlich Schrumpfung, Kantenfestigkeit und Druckbelastung aufweist.
Alle anderen in der Zahnmedizin als mögliche Alternative zur Verfügung stehenden plastischen Füllungsmaterialien müssen sich daran messen lassen. Allen Kunststofffüllungen, auch den Kompositen, ist gemein, dass sie alle stärker schrumpfen als Amalgam. Auch die anderen Materialeigenschaften sind z.T. deutlich schlechter. So sind sie als Ersatzmaterial nur bedingt tauglich, z.B. als Zwischenlösung für wenige Monate.
Das gilt grundsätzlich auch für Komposite. Doch diese lassen sich mit einigen Kniffen optimieren, so dass sie dem Amalgam vergleichbare Eigenschaften und damit Haltbarkeitszeiten aufweisen. Doch das braucht mehr Zeit und der Aufwand ist deutlich höher. Daher ist das preisgünstige Amalgam nach wie vor die Standardversorgung in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Bei unseren gesetzlich krankenversicherten Patienten zahlt deren Krankenkasse die Kosten für die vergleichbare Amalgamfüllung, die anfallenden Mehrkosten bei einer Komposit-Füllung muss der Patient selbst tragen.

Fest steht: Nur das optimierte Komposit kann dem Amalgam das Wasser reichen!

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